Wofür wir eintreten



Geographie - das zentrale Schulfach
des 21. Jahrhunderts?

Nachhaltigkeit

Nachhaltigkeit

vdsg-logo-ohne-allesGeographie könnte das zentrale Schulfach des 21. Jahrhunderts werden. Wie kein zweites Fach bildet sie die Systematik der Nachhaltigkeit in ihrer Fachsystematik ab. Von den 17 Zielen für eine nachhaltige Entwicklung der Vereinten Nationen sind 14 im engeren Sinne geographisch, aber in der Schule kann die Geographie zu diesem zentralen Zukunftsprojekt entscheidende Impulse beitragen. Des Weiteren können nur im Fach Geographie/Erdkunde die Schülerinnen und Schüler die Erde als System begreifen, die Welt „glokal“ begreifen, lernen, sich zu orientieren, die naturwissenschaftlichen und gesellschaftswissenschaftlichen Perspektiven auf einen Sachverhalt einnehmen, fundiertes Wissen über zum Beispiel Klimawandel, Migration, Globalisierung, Endlichkeit von Rohstoffen, Verkehrs- und Energiewende, Nachhaltigkeit, Konsum, Stadtentwicklung, Tragfähigkeit der Erde, Landwirtschaft, Umweltschutz, usw. usw… erlangen.

Dieser unstrittigen Bedeutung steht eine wachsende Marginalisierung in den Schulen entgegen. Dieses ist ein äußerst bedenklicher bundesweiter Trend, der insbesondere in Hessen dramatische bis skandalöse Formen angenommen hat. In der gymnasialen Oberstufe ist Erdkunde zu einem freiwilligen Fach degradiert worden, in der Sekundarstufe eins ist es das Fach mit den wenigsten Stunden, an Gesamtschulen geht geographische Bildung im Lernbereich Gesellschaftslehre auf und wird meistens fachfremd unterrichtet. Diese strukturell bedingte mangelhafte Situation führt auch dazu, dass die Einstellungssituation selbst hervorragender und ausgezeichneter Referendarinnen und Referendare in Hessen nicht immer gegeben ist, sodass sie in andere Bundesländer abwandern. Zentrales Anliegen muss daher sein, im Sinne der hessischen Schülerinnen und Schüler dafür einzutreten, dass eine geographische Bildung in dem Umfang möglich wird, wie sie die Zeichen der Zeit verlangt.